Ich habe noch einen Koffer in…
23 01 2010….ATLANTA
Nach 29 Stunden sind wir wohl erhalten in Leipzig angekommen. Leider lief nicht alles so glatt, wie erhofft…
Der Flieger, der uns von Orlando nach Atlanta bringen sollte, hatte wegen des Nieselregens in Atlanta über eine Stunde Verspätung.
Somit kamen wir recht spät in Atlanta an und mussten zu unserem Flug nach Paris hetzen. Der sollte um 15.35 Uhr starten. Wir waren pünktlich um 15.33 Uhr am Gate, mussten jedoch feststellen, dass schon alles dicht war. Der Tower hatte beschlossen, dass nicht auf die Anschlussreisenden gewartet. Prima.
So tapsten wir mit den anderen 50 Reisenden, die ebenfalls zu spät waren, zum Delta-Schalter um nach den nächsten Möglichkeiten zu fragen.
Wir mussten eine knappe Stunde warten, um zu erfahren, dass der nächste Anschlussflieger nach München, gerade abfliegt. Alles nur, weil uns so eine blöde Kuh nicht gleich abfertigen wollte. Prima.
Die Frau am Schalter teilte uns mit, wir könnten am nächsten Tag mit dem Flieger 15.35 Uhr weiter nach Paris und sollten solange in ein Hotel. Das wollten wir aber nicht, denn zu Hause warteten ja schließlich Schnitzel und Spinat auf uns…
Arwie fragte nach Anschlussmöglichkeiten über Amsterdam oder Frankfurt. Die nette Frau schaute nochmals nach und siehe da: Wir könnten über Paris -> Frankfurt -> Leipzig um 19 Uhr zu Hause sein.
Das klang gut. Wir nahmen das Angebot an und ergatterten uns zwei Plätze für den 18 Uhr Flug nach Paris. Leider lagen die Plätze nicht nebeneinander, aber Arwie teilte den freundlichen Stewards von AirFrance mit, dass er gerne neben seiner frisch angetrauten, schwangeren Frau sitzen möchte. Kurz vor Abflug befreite mich der freundliche Franzose aus den Fängen meiner indischen Sitznachbarin und platzierte mich neben meinem Mann auf unserer ganz eigenen Sitzreihe. Toll. Der Flug war sehr angenehm. Wir vertrieben uns die Zeit mit Filmen und Essen.
In Paris mussten wir ebenfalls über den halben Flughafen zu unserem Anschluss nach Frankfurt. Der Flieger war pünktlich und so hatten wir in Frankfurt knapp sechs Stunden Aufenthalt.
Wir gingen was essen, checkten ein und richteten uns an unserem Gate 25 häuslich ein. Wir schliefen knapp vier Stunden auf den Bänken. Der Flug nach Leipzig sollte 17.30 Uhr gehen. 17.20 Uhr tat sich immer noch nix. Kein Lufthansa-Mensch am Schalter und nur ein paar Wartende. Am Monitor war ebenfalls noch kein Flug aufgezeichnet.
Ich machte mich auf die Suche nach einem Flugplan und siehe da: Das Gate hatte sich zwischenzeitlich geändert und wir warteten am falschen Ort. Unser Flugzeug nach Leipzig stand zum Abflug bereit.
Ich trieb Arwie zur Eile an und so erreichten wir das richtige Gate noch kurz, bevor es geschlossen wurde. Die Schaltermenschen waren nicht allzu freundlich, aber das war egal – wir wollten heim.
Als letzte Passagiere bestiegen wir das Flugzeug nach Leipzig und landeten 35 Minuten später. Glück gehabt.
Wie sollte es anders sein: Auf dem Kofferband war keines unserer Gepäckstücke zu sehen. Nachdem uns meine Eltern glücklich in Empfang genommen hatten, gingen wir zur Gepäckermittlung und stellten fest, dass niemand wusste, wo unsere Koffer das letzte Mal gesichtet wurden. Man versprach uns umgehende Hilfe und so fuhren wir nach Wiedemar und ließen uns ein bisschen verwöhnen.
22.30 Uhr rief Arwie bei der Gepäckermittlung an und erfuhr, dass unsere Koffer in Atlanta geblieben waren. Offensichtlich gefällt denen Amerika richtig gut!!!
Wenn alles klappt, sollten die Koffer aber schon am nächsten Vormittag mit der Maschine aus Paris in Leipzig ankommen.
Und während ich hier tipper, klingelt das Handy!!! Unsere Koffer sind soeben angekommen. Leider nur drei. Einer ist verschwunden.
Arwie und mein Papa sind gerade auf dem Weg zum Flughafen. Hoffentlich ist nicht der Koffer mit den Babysachen weg….





